Simyo

Eintrag vom 02.07.2005
Kategorie(n) Handy |

Weil einfach einfach einfach ist!

simyo - Weil einfach einfach einfach ist.Wenn es nach den Marketingstrategen von E-Plus geht, können wir bald alle unsere Handyvertäge kündigen. Der einzige Grund noch einen Mobilfunkvertrag abzuschließen, ist ein subventioniertes Handy zu bekommen. Wer das bereits hat, kann seine alte Sim-Karte einfach durch seine neue Simyo-Karte austauschen.

Simyo ist eine sogenannte Pre-Paid Karte ohne Grundgebühr und ohne Vetragsbindung. Für einen einmaligen Anschlußpreis von € 19,95, der die eigentliche Anschlußgebühr von € 9,95 und ein Gesprächsguthaben von € 10 beinhaltet, bekommt man seine neue Simyo-Rufnummer (mit seiner alten Nummer kann man leider nicht umziehen - man kann halt nicht alles haben), die man sich in Teilen sogar selber aussuchen kann.

Rufnummer

Die von Simyo vergebenen Rufnummern beginnen immer mit der Vorwahl 0163. Die letzten fünf Ziffern der insgesamt siebenstelligen Nummer können theoretisch selbst vergeben werden, die ersten beiden vergibt das System. Die noch freien Kombinationen werden in einer Liste angezeigt, wobei natürlich viele einfache und gute Nummern, wie etwa 0163 / 631 23 45 oder 0163 / 636 36 36, schon vergeben sind. Auch einfache Kombinationen wie das fünfmalige Wiederholen einer Ziffer sind nicht mehr verfügbar.

Preise

Nach der Anschlußgebühr fallen keine weiteren, fixen Kosten mehr an. Man zahlt nur noch für die Gespräche und für verschickte SMS.

Eine Minute telefonieren kostet bei Simyo immer € 0,19 pro Minute (rund um die Uhr, ausgenommen Sonderrufnummern und Mehrwertdienste - Stichwort: Jamba!). Abgerechnet wird im Minutentakt, das heißt, wenn man eine Minute und zehn Sekunden telefoniert werden zwei Minuten berechnet. Da der Preis von neunzehn Cent pro Minute aber für Gespräche in alle Handynetze und ins Festnetz gilt, relativiert sich das auch schnell wieder. Außerdem gibt es auch sonst nur sehr wenige Anbieter und Tarife, die sekundengenau abrechnen.

Das Verschicken einer SMS schlägt mit € 0,14 pro Kurzmitteilung zu Buche. Auch hier gilt wieder: ein Tarif für alle Kurznachrichten in alle Mobilfunknetze. Eine MMS kostet € 0,39 pro Nachricht.

Das Abrufen der Mailbox ist - wie bei E-Plus üblich - kostenlos. Hier spart man gegenüber den sonstigen Handy- oder Prepaid-Tarifen also nochmals Geld, da für das Anrufen der Mailbox in der Regel die normalen, netzinternen Gesprächskosten anfallen.

Bezahlt werden kann über Kreditkarte (Visa oder Mastercard) und per Banküberweisung.

Der Haken

Ein einziger Haken ist dann allerdings doch an der ganzen Sache. Spätestens nach sechs Monaten muss man seine Simyo-Karte wieder mit mindestens € 10,- aufladen, ein eventuell auf der Karte gespeichertes Guthaben verfällt sonst. Nach den sechs Monaten hat man noch zwei Monate Zeit, in denen man selber zwar keine Anrufe mehr tätigen kann, die Nummer aber noch aktiv ist, so daß man immerhin noch über sein Telefon erreicht werden kann. Hat man auch diese Frist verstreichen lassen, wird die Karte abgeschaltet.

Die Aussage, es gäbe keinen Mindestgesprächsumsatz, stimmt also nur bedingt. Man muss halt alle sechs Monate neues Guthaben auf die Karte laden. Für den normalen Handynutzer ist das keine Einschränkung denke ich, da sechs Monate eine lange Zeit sind, in der man in der Regel ja schon mal € 10,- vertelefoniert. Man muss sich halt nur darüber im klaren sein, daß es eben doch einen Mindestgesrächsumsatz von zehn Euro in sechs Monaten gibt. Einfach eine Simyo-Karte für die Mutter bestellen, die zwar ein Handy haben möchte um im Notfall mal erreichbar zu sein, aber in der Regel nie damit telefonieren wird, ist zwar machbar, aber es besteht halt die Gefahr, das genau dann, wenn man das Handy mal braucht, die Karte bereits abgelaufen ist.

Der zweite Haken ist, das man alles nur über das Internet erledigen kann. Anmeldung, Abmeldung, Aufladen der Karte, Kostenübersicht, für diese Dinge muss man auf die Simyo-Homepage gehen. Wer die Karte verschenken will, sollte also darauf achten, daß der oder die Beschenkte auch über einen Internetzugang verfügt. Sonst ist es bald still auf dem Telefon.

Update:

simyo bietet jetzt auch eine automatische Aufladung der Karte an und läßt damit die Grenzen zwischen Prepaid und Postpaid verschwimmen. Die automatische Guthabenaufladung steht in zwei Varianten zur Verfügung. Zum einen gibt es eine automatische Aufladung zum jeweils 2. eines jeden Kalendermonats, zum anderen bei Unterschreitung eines zuvor festgelegten Mindestguthabenbetrages. Die Höhe der automatischen Aufladung legt man jederzeit selbst fest, geht damit aber keine Verpflichtung ein. Das heißt, man kann die automatische Aufladung jederzeit verändern oder abschalten.

Gute Idee!

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